Von Händen und Musik

Vorschaubild © Ute Krafft | Veranstaltungsbild © Ute Krafft

Von Händen und Musik

Das Projekt „Von Händen und Musik“ verwandelt die Hände bedeutender Musikerinnen als lebensechte Skulpturen und bewahrt sie so für nachfolgende Generationen - als kleiner Ausschnitt aus Raum und Zeit.

Schon in vergangenen Jahrhunderten wurde der Darstellungen von Händen in KünstlerInnen-Porträts größte Aufmerksamkeit geschenkt. So nehme ich eine sehr alte Tradition auf und überführe sie in ein modernes Zeitalter: Ich forme die Hände bedeutender MusikerInnen ab und bringe sie Menschen in Ausstellungen näher als je zuvor. 

Es ist ein Non-Profit-Kunst-Projekt, die Skulpturen entstehen für Ausstellungen und bleiben dauerhafter Teil der Sammlung eines Museums. Die Technik, die ich verwende, nutzt einen hochfeinen Werkstoff aus der Medizin, der es mir nicht nur erlaubt, in wenigen Minuten millimetergetreue plastische Abbilder herzustellen. Zugleich wird auch der von den MusikerInnen spontan gefundene gestische Ausdruck exakt reproduziert. So sind sie an der bildnerischen Gestaltung kreativ unmittelbar beteiligt. Ich bin davon überzeugt, dass die Hände als Werkzeuge des schöpferischen Ausdrucks auch Zeugnisse künstlerischer Persönlichkeit sind.

Schon jetzt sind es mehr als 200 Musikerinnen und Musiker, darunter viele bekannte Bands, die sich für mein Projekt begeistern konnten: 

KÖLNER BANDS:

Bukahara, Chilly Gonzales, Fabian Mohn/Neufundland, Fortuna Ehrenfeld, Kira Human, Klee, Kotenschulte Daniel, Lucas Croon/Stabil Elite) , Markus Reinhard Ensemble, Markus Stockhausen ,Denis Stockhausen,Michael Mayer,Samani, Gregor),Stefanie Schrank/Locas in Love, Strangers Dopamine, Thobias Thomas, Tom Ashford, Urlaub in Polen, Gentleman.

Sven Väth, Giant Rooks, Milky Chance, Danger Dan, Moderat, Grandbrothers, Roosevelt, Chilly Gonzales, The Notwist, Dota Kehr, Efterklang, Nerven,Hendrik Otremba, Die Selektion,Jennifer Cardini, Fury in the Slaughterhouse, The Backseat Lovers,  Joep Beving, Riopy, Chad Lawson, Thees Uhlmann, The Death South, Surf curse, Stoppok, Die Sterne/Frank Spielker, Men i Trust,  Bukhara, Element of Crime, Blurt, Albertine Sarges, Killing Joke, Antiheld, Donots Gisbert zu Knyphausen.

 

Das Vorgehen ist schnell erklärt:

Die Hände werden abgeformt und zugleich wird der Moment des Stillhaltens während der Abformung auf einem Foto eingefangen. Dabei entsteht auch ein Zeitraffer-Video, wodurch auch dieser Prozess in zwei- und dreidimensionaler Form festgehalten wird. Bei Ausstellungen ergänzen diese Dokumente die Präsentation der Skulpturen. Die Arbeiten entstanden vor einem Konzert.

Das Abformen geschieht innerhalb von fünf Minuten. Die MusikerInnen tauchen dazu ihre Hände in einen mit medizinischem Gel gefüllten Behälter. Binnen etwa zwei Minuten ist das elastische Material abgebunden und die Hände können sauber und ohne jegliche Rückstände wieder herausgezogen werden. So entsteht eine Negativform, die von mir gleich vor Ort mit Spezialgips gefüllt wird. Die fertigen, naturgetreuen Skulpturen des Händepaars können schon am selben Tag angesehen werden – etwa vordem Konzerts, vor dessen Beginn sie entstanden sind. 

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Bildende Kunst

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