tanz.tausch festival 2026
Vaya Art of Human Movement: Viendo Viento & Alexandra Waierstall: IN THE HEART OF THE HEART OF THE MOMENT
Double Bill
Bildmotiv aktuell noch ohne Beschreibungstext.
Vorschaubild © Christian Herrmann | Veranstaltungsbild © Marc Doradzillo _
tanz.tausch festival 2026
Vaya Art of Human Movement: Viendo Viento & Alexandra Waierstall: IN THE HEART OF THE HEART OF THE MOMENT
Double Bill
60 Min | Mit Pause
Vaya Art of Human Movement: Viendo Viento (Freiburg)
„Viendo Viento“ erforscht das Fallen als dynamischen Prozess: Vier Tänzer:innen nutzen Kinetik als Quelle akrobatischer Bewegungskompositionen. Ein von einer Welle inspiriertes, begehbares Bühnenbild eröffnet einen Dialog mit der Schwerkraft; die Bühne wird zur Partnerin, der Raum vertikal erkundet. Poetisch virtuos erscheint Fallen als zyklische Transformation, in der aus dem scheinbaren Verlust an Stabilität ein neues Gleichgewicht entstehen kann.
VAYA Art of Human Movement ist eine freischaffende Kompanie für zeitgenössischen Tanz unter der Leitung von Tina Halford. Die Kompanie produziert und kreiert eigene Stücke, mit denen sie international tourt, bietet Workshops und ist an der Produktion kultureller Veranstaltungen wie dem NEXO-Festival tätig.
Alexandra Waierstall: IN THE HEART OF THE HEART OF THE MOMENT (Düsseldorf)
Alexandra Waierstalls IN THE HEART OF THE HEART OF THE MOMENT kehrt als intimes und pulsierendes Duett zurück, verkörpert von Karolina Szymura und Amy Josh. In präzisen, vibrierenden, eindringlichen Bewegungen entfaltet sich ein Dialog zweier Körper, die Beziehung, Fürsorge und Resilienz in einer Zeit des Wandels erkunden. Die Choreografie wird zu einer lebendigen Topografie des Zuhörens: ein Anlehnen, ein Rückzug, ein erneutes Finden – immer auf der Suche nach Kontinuität im Ungewissen.
Aus der früheren, von Rita McBrides Skulptur Arena inspirierten Ensemblefassung löst sich ein konzentrierter Innenraum, der nicht kleiner wirkt, sondern dichter. Was einst eine Architektur des Vielen war, zeigt sich hier als feines Geflecht zweier Frauen, die die fragile Komplexität sozialer Strukturen in jeder Verschiebung, jeder Stille hörbar machen. Die Bewegungen tragen Erinnerungen, dynamische Schichten und leise historische Schatten – ein Gewebe, das sich eher ertasten als beschreiben lässt. Waierstall öffnet eine gedehnte, weichere Zeit, in der Aufmerksamkeit tiefer sinkt und Beziehung fast körperlich spürbar wird. Szymura und Josh bringen ihre eigenen mikrofeinen Entscheidungen in diese Landschaft und bewegen sich mit einer stillen Klarheit, die Fragen stellt: Wie begegnen wir uns im Unbeständigen? Wie bleiben wir offen für Transformation?
So entsteht ein Werk, das weniger durch große Gesten spricht als durch die subtile Intelligenz von Bewegung, Berührung und geteiltem Dasein – eine Einladung, die Komplexität unserer Zeit durch geteilte Präsenz zu erfahren.
Die Düsseldorfer Choreografin Alexandra Waierstall arbeitet rund 20 Jahre lokal verwurzelt mit internationaler Ausstrahlung. Sie versteht Choreografie als künstlerische und soziale Praxis, die neue Formen des Miteinanders, Zuhörens und Teilens eröffnet und Körper, Räume und Disziplinen verbindet.
Siegburger Straße 233 w | 50679 Köln