The Ghosts are Returning

Vorschaubild © Susanne Diesner | Veranstaltungsbild © Susanne Diesner

Französisch und Deutsch mit dt. und frz. Übertitel

The Ghosts are Returning

GROUP50:50 | KONGO | SCHWEIZ | DEUTSCHLAND

In The Ghosts are Returning erzählt die GROUP50:50, ein Kollektiv von Künstler:innen aus dem Kongo, der Schweiz und Deutschland, die Geschichte von sieben sog. ‚Pygmäen‘-Skeletten, die ein Schweizer Arzt in den 50er Jahren aus dem im Kongo nach Genf brachte. Sie reisen in den äquatorialen Wald in der DR Kongo zum nomadischen Volk der Mbuti, das vom illegalen Holzeinschlag bedroht ist, aus den Wäldern vertrieben wird und gleichzeitig Widerstand leistet. Wollen sie die Skelette und damit die Geister ihrer Ahnen zurückhaben? Denn mit den Masken, Schädeln und Skeletten kehren auch die Geister zurück, die die Europäer:innen in der Kolonialzeit gestohlen und weggesperrt haben. Mit ihnen singend und tanzend entwickeln sie ein Ritual, mit dem die sieben Geister zur Ruhe kommen können. Es entsteht ein multimediales Musiktheaterstück über (neo-)koloniale Verbrechen, über den Tod und das Trauern.

Die Musiker:innen und Performer:innen der GROUP50:50 widmen ihre Arbeit dem postdokumentarischen Musiktheater, indem sie ökonomische und politische Fakten aufgreifen und sie in die Zukunft übertragen. Nach dem Musiktheaterprojekt Herkules von Lubumbashi – ein Minenoratorium (PODIUM Esslingen / Centre d’Art Waza) setzen sie sich in The Ghosts are Returning mit der Restitution afrikanischer Kulturgüter und menschlicher Überreste auseinander und leisten mit künstlerischen Mitteln einen Beitrag zur aktuellen Debatte.

Die künstlerischen Leiter:innen Christiana Tabaro und Michael Disanka aus Kinshasa und die in Berlin ansässigen Schweizer:innen Elia Rediger und Eva-Maria Bertschy, gehen von einem Tatbestand aus, der ihre Heimatländer miteinander verbindet: 1952 brachte ein Schweizer Arzt sieben „Pygmäen-Skelette“ aus der kongolesischen Provinz Ituri (heute Haut-Uele) mit nach Hause und stellte sie der Universität Genf für Forschungszwecke zur Verfügung. Anders als bei anderen afrikanischen Skeletten und Schädeln, die bis heute zu tausenden in den Archiven der europäischen Museen liegen, sind die Namen, die Todesdaten und -ursachen sowie die ungefähre Herkunft der sieben Skelette bekannt.

Musikalisch greift die Produktion Totenklagen sowohl aus der klassischen Musik als auch aus der traditionellen kongolesischen Musik auf und setzt sich mit den uralten polyphonen Gesängen der Mbuti auseinander, die, lange bevor in Europa mehrstimmige Requiems komponiert wurden, in komplexen polyphonen Chorgesängen ihre Totenfeiern abhielten. Es entsteht eine musikalisch-szenische Totenfeier für die sieben Skelette und ihre Geister, mit einem Chor der Mbuti, der über Video mit den Musiker:innen und Performer:innen auf der Bühne ins Gespräch kommt. 

REGIE Christiana Tabaro, Eva-Maria Bertschy, Michael Disanka, Elia Rediger | KOMPOSITION UND MUSIKALISCHE LEITUNG Kojack Kossakamvwe , Elia Rediger | MIT Ruth Kemna (Bratsche und Performance), Christiana Tabaro (Gesang und Performance) Huguette Tolinga (Perkussion), Kojack Kossakamwve (Gitarre), Franck Moka (Elektronik und Performance, Merveil Mukadi (Bass), Elia Rediger (Gesang und Performance) In den Videos Josée Agbepa, Jean de Dieu Bongama, Jean-Baptiste Ekaka, Mama Sese, Mukombozi, Anselm Ngobe, John Bayaese, Tristan Köster (Cello), William V. Murray (Bratsche), Per Hakon Oftedal (Trompete), Josefine Schmidt (E-Piano), Maxine Troglauer (Bassposaune) | TEXT Christiana Tabaro, Eva-Maria Bertschy, Michael Disanka, Patrick Mudekereza, Ruth Kemna, Elia Rediger | DRAMATURGIE & DISKURS Eva-Maria Bertschy , Patrick Mudekereza | AUSSTATTUNG | Elia Rediger, Christiana Tabaro, Michael Disanka , Janine Werthmann | VIDEO Joseph Kasau, Elia Rediger, Franck Moka, Moritz von Dungern | REGIEASSISTENZ Luca Maier | TECHNISCHE DIREKTION Sylvain Faye | PRODUKTION Pamina Dittmann, Véronique Poverello | TON & SOUNDDESIGN Philipp Ruoff | TECHNISCHE ASSISTENZ Anton Pelzer | TON BÜHNENVIDEOS Daniel Freitag | DIRIGATBÜHNENVIDEOS Beltrán González | Technische Leitung Sylvain Faye Produktionsleitung Pamina Dittmann, Véronique Poverello Maria Pelzer (Mitarbeit) | KÜNSTLERISCHER LEITER PODIUM Esslingen Joosten Ellée | ÜBERSETZUNG Souzy Boukanayo, Julien Couturier, Katia Flouest-Sell, Luca Maier und Julie Guigonis

Ein Projekt der GROUP50:50, produziert von PODIUM Esslingen und dem Centre d’Art Waza Lubumbashi in Koproduktion mit dem CTM Festival Berlin, euro-scene Leipzig, Kaserne Basel und dem Vorarlberger Landestheater. Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes im Fonds TURN 2 und durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Programm NEUSTART KULTUR.

https://www.group5050.net

 

MEHR INFORMATIONEN ZUM GESAMTFESTIVAL AUF https://www.qultor.de/festivals-und-events/africolognefestival-2023

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Neben Einzeltickets für die Veranstaltungen des africologneFESTIVALs bieten wir für Vielbesucher einen Festival-Pass an. Ein Festival-Pass ermöglicht es Ihnen, sich mit einem Code in so viele Termine einzubuchen, wie Sie besuchen möchten. Sie zahlen nur einmal den Pass und lösen im Anschluss Ihre Wunschtermine (solange Vorrat reicht). Sollten Sie auch für eine Begleitung einen Pass kaufen, so bitten wir Sie, einen nach dem anderen einzulösen. Möchten Sie das africologneFESTIVAL besonders fördern und unterstützen, dann erwerben Sie Ihren Pass für 150 €. Für Vollzahler kostet der Festival-Pass 95 €, ermäßigungsberechtigte Personen zahlen 45 €.

Bitte beachten Sie, dass an die beim Kauf hinterlegte Mailadresse auch die im Anschluss gewählten Einzeltickets versendet werden. Für SAMSON im Depot 1 (1. und 2.6.) kann der Pass nur für die Platzkategorien 2-5 eingelöst werden. Für das africologneDIALOGFORUM am 3.6. sowie den Workshop L'Art-Matrice gilt der Festival-Pass nicht.

 

*Ermäßigte Karten bekommen Azubi’s, Studierende, Schüler:innen, BFD- und FSJ’ler:innen, Köln-Pass-Inhaber:innen sowie Menschen mit Behinderung und “B” im Ausweis. Bitte denken Sie daran, den Nachweis der Berechtigung bei Ihrem Besuch mitzubringen und unaufgefordert vorzuzeigen. Begleitpersonen für Menschen mit Behinderung können sich über das System eine Freikarte buchen.

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