Im Anschluss Gespräch mit den Filmschaffenden

Spurensuche – Zwei Dokumentarfilme

20. Ausgabe: Filmfestival Tüpisch Türkisch 26.-29.03.

Spurensuche – Zwei Dokumentarfilme
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Vorschaubild © Rootless Resident (Yerli Yurtsuz) | Veranstaltungsbild © Rootless Resident (Yerli Yurtsuz)

Angehörigen von Minoritäten in der Türkei ist die Aufarbeitung ihrer schwierigen traumabelasteten Geschichte oft erschwert oder gar versperrt. Die unmittelbar Betroffenen schweigen häufig lange angesichts jahrzehntelanger Tabuisierung, ihre Nachkommen erfahren Details ihrer Herkunft erst sehr spät. Die Begleitung durch sensibilisierte Filmschaffende kann helfen, einen Zugang zu persönlichen Erinnerungen und Familiengeschichte zu finden. Wir präsentieren zwei Möglichkeiten einer Annäherung – eine dokumentarische, eine künstlerische.

Rootless Resident (Yerli Yurtsuz)
Regie: Rıza Oylum
Dokumentarfilm Türkei 2025 65 min 
Sprachen: türkisch, kurdisch, armenisch mit englischen und türkischen UT
Der Schmied Yervant Demirci stammt aus Derik – der heute kurdisch geprägte Stadtteil von Mardin hatte einstmals eine armenische Bevölkerungsmehrheit. Yervant, der in der Schule Türkisch lernte, versucht nun, sich durch das Erlernen seiner Muttersprache wieder mit seinen armenischen Wurzeln zu verbinden. Rıza Oylum begleitet seinen Weg durch die komplexe Welt der armenisch-türkisch-kurdischen Identitäten in der Türkei und Armenien. „Rootless Resident“ reicht von der lebendigen armenischen Gemeinde im Istanbuler Stadtteil Samatya bis zum friedlichen ländlichen Ayntap in Armenien.
Im Anschluss Gespräch mit dem Filmemacher!

The only one. Elizabeth (Elizabeth’in Biricik Yaşamı)
Regie: Ezgi Kılınçaslan
TR-D-Leb 2024 64 min
Türkisch, Arabisch, Armenisch mit Türk. und Engl. UT
Ezgi Kılınçaslan erzählt von ihrer innigen Freundschaft zu Elizabeth, die sie 2008 in Tripolis kennenlernte. Elisabeth entkam als Kind mit ihrer Familie dem Völkermord. Im Libanon sehnte sie sich zeitlebens nach Adana, das ihr noch immer als Heimat galt. 2011, kurz vor ihrer Rückreise im Rahmen des Projekts „Grandmothers“, wurde Elizabeth ermordet; Ezgi führte die Reise dennoch durch und arbeitete weiter an einem „Oral History“-Projekt zum Völkermord an den Armeniern, das sie mit Elisabeth begonnen hatte.

Im Anschluss Gespräch mit der Filmemacherin!

Filmreihe Tüpisch Türkisch
Film- und Medienkunst
Filmvorführung und Gespräch

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