Sonic Cinema – T*taube Perspektiven jenseits des Hörens

Sonic Cinema – T*taube Perspektiven jenseits des Hörens
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Darum geht’s

Der Film The Tuba Thieves (USA 2023) der T*tauben Künstlerin Alison O’Daniel führt in einer assoziativen, essayistischen Reise an Orte in Kalifornien, an denen der Klang eine ganz eigene physische Präsenz bekommt: Wir begegnen dröhnenden Flugzeugen, Schulorchestern auf der Suche nach ihren gestohlenen Tubas, lautstarken Punkkonzerten im Deaf Club von San Francisco und der Gebärdensprachpoesie von Christine Sun Kim.

Darum musst du rein

Vergiss lineares Erzählen, denn dieser Film folgt der reinen Wahrnehmung von Geräuschen und Stille. Über einen Zeitraum von zehn Jahren entwickelt, orientiert sich die Inszenierung an Soundkunstwerken von Visionären wie Christine Sun Kim, Ethan Frederick Green und Steve Roden. The Tuba Thieves lädt dich ein, die Welt durch die Ohren und Augen einer Gemeinschaft zu erfahren, die Klang jenseits des rein Akustischen versteht. Es ist eine Einladung, die eigenen Sinne neu zu justieren und zu entdecken, wie viel Raum zwischen den Tönen liegt.

Alison O’Daniel dekonstruiert das klassische Kinoerlebnis. Anstatt eine Geschichte über das „Nicht-Hören“ zu erzählen, erschafft sie einen Raum, in dem das Publikum die Komplexität und Schönheit einer T*tauben Perspektive unmittelbar miterleben kann.

Pssst!

Im Anschluss an das Screening vertiefen wir diese Eindrücke im Nachgespräch mit Fabian Rombach (Universität zu Köln). Moderiert wird der Austausch von Katja Lell (KHM). Das Nachgespräch wird in Deutsche Gebärdensprache verdolmetscht.

Sonic Cinema ist eine Kooperation mit der KHM - Kunsthochschule für Medien Köln.

 

 

Infos zur Barrierefreiheit

Die Originalfassung des Films ist in englischer und spanischer Lautsprache sowie in American Sign Language. Der Film wird mit offenen Untertiteln in Englisch und Deutsch sowie mit englischer Audiodeskription gezeigt.

Dauer: ca. 92 Minuten + Nachgespräch ca. 30 Minuten

Das Nachgespräch wird in Deutscher Gebärdensprache (DGS) und in deutscher Lautsprache geführt. Das Gespräch wird von einer DE-DGS-Verdolmetschung begleitet.

Menschen mit Hörgeräten können die Höranlage nutzen. Diese funktioniert über Induktion.

Der Veranstaltungsraum ist barrierefrei zugänglich; die Eingangstür ist jedoch schwer zu öffnen. Eine rollstuhlgerechte Toilette ist per Aufzug erreichbar.

Wir können rollstuhlgerechte Plätze oder andere barrierefrei erreichbare Sitzplätze für Sie reservieren.

Zur Nutzung der Audiodeskription und der induktiven Hörunterstützung können eigene Kopfhörer mitgebracht werden. Der Anschluss erfolgt über einen Standard-3,5-mm-Klinkenstecker.

Öffentliche Parkplätze für Menschen mit Behinderung befinden sich unter folgenden Adressen: Filzengraben 1, 10, 11, 12 und 13.

Unterschiedliche Unterstützungsbedarfe können beim Ticketkauf angegeben werden, sodass wir uns entsprechend vorbereiten können.

Blindenführ- und Assistenzhunde sind herzlich willkommen. Bitte geben Sie uns Bescheid, wenn Sie einen Hund zur Vorstellung mitbringen.

Melden Sie sich gerne, wenn Sie von der nächstgelegenen Bus- oder Bahnhaltestelle abgeholt und zur Veranstaltung begleitet werden möchten.

Bei Fragen oder Anliegen zur Barrierefreiheit wenden Sie sich bitte an Iris (iris.haist@sommerblut.de).

Hinweise

In Absprache mit der Filmemacherin Alison O’Daniel werden vor Ort Luftballons bereitgestellt, die es ermöglichen, Klangvibrationen durch Berührung zu spüren.

Im Film gibt es einige Stellen mit sehr hoher Lautstärke; diese bauen sich jedoch allmählich auf und treten nicht plötzlich auf.

Film- und Medienkunst
Film
Montag 20.04.2026 19:00 Uhr
Eintritt frei