Rundgang der KHM 2026: Filme von Studierenden (Programm 11)

Rundgang der KHM 2026: Filme von Studierenden (Programm 11)
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Vorschaubild © Still aus „M.“ von Adrian Witzel | Veranstaltungsbild © Still aus „M.“ von Adrian Witzel

Das Filmprogramm beim Rundgang 2026 präsentiert insgesamt 42 filmische Arbeiten von Studierenden der KHM, die in 13 Programmblöcken gezeigt werden. Zu sehen sind Spielfilme, Dokumentarfilme, Animationen, Experimentalfilme und hybride Formen des filmischen Erzählens unterschiedlicher Länge. Die Filmemacher*innen sind bei den Vorführungen anwesend und geben im Anschluss Einblick in die Konzeption und Realisierung ihrer Filme.

Samstag, 18. Juli 2026, 20 Uhr
Filmforum im Museum Ludwig, Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln
Moderation: Prof. Marcel Kolvenbach

„synchron schwimmen“
Nadine Schwitter (Regie & Buch)
Spielfilm, 2026, 23 Min.
Oma, Mutter und Enkelin stranden auf dem Parkplatz eines Thermal Hotels. Wegen eines Wasserschadens sitzen sie überraschend im Wagen fest bis der Pannendienst sie aus der furchtbaren Enge befreit.

„Keine Stadt, kein Dorf“
Ekaterina Reinbold (Regie & Buch), Daphne Klein (Bildgestaltung)
Spielfilm, 2026, 23 Min.
Zhenya kommt mit ihrer Familie in einem Vereinshaus zusammen, um den Geburtstag ihres Großvaters zu feiern. Sie möchte den Anlass nutzen, um sich ihrer Mutter wieder anzunähern. Im Verlauf des Tages entstehen intensive Gespräche, es gibt kleine Reibereien und lang überfällige Aussprachen. Nach und nach öffnen sich die Familienmitglieder und sprechen über verdrängte Erinnerungen, das zurückgelassene Leben in Kasachstan und den schwierigen Neubeginn in Deutschland. Zwischen all diesen Stimmen findet Zhenya einen Zugang zu ihrer eigenen Geschichte – und vielleicht auch zu ihrer Mutter.

„You don't look nothing alike“
Eva Świątkowski (Regie & Buch)
Dokumentarfilm, 2025, 26 Min.
Auf dem Land des Stiefvaters suchen und finden Stiefvater und -tochter unterschiedliche Geschichten und Erkenntnisse. Dêrsim, seit Jahrhunderten ein Zufluchtsort für Kurd*innen und Alevit*innen, wurde 1935 im Zuge staatlicher Homogenisierungsprozesse in der Türkei in Tunceli umbenannt. Mit der Rückkehr an ein Zuhause, das durch hegemoniale Gewalt fast zerstört wurde, werden Erinnerungen wieder wachgerufen, die sich mit den kollektiven Geschichten vor Ort und in der Diaspora in Deutschland verzweigen. Dabei stellen sich Fragen nach Zugehörigkeit und Identität sowie danach, wie Solidarität in der Gegenwart aussehen kann.

„M.“
Adrian Witzel (Regie & Buch)
Spielfilm, 2026, 27 Min.
Ein Haus trägt das Leben mehrerer Familiengenerationen in sich. M. kehrt als erwachsene Frau zurück, um sich an ihre verstorbene Mutter zu erinnern. Sie findet Bilder ihrer Kindheit, vom Loslassen und der Brutalität des Erwachsenwerdens. Als Kind ist M. in einem Zwiespalt, sie vermischt Wahrheit und Erfundenes, Vergangenheit mit Gegenwart und Zukunft. Aus Angst, einen Menschen zu verlieren, erschafft M. einen neuen.

KHM – Kunsthochschule für Medien Köln
Film- und Medienkunst
Kurzfilmabend
Samstag 18.07.2026 20:00 Uhr
Filmforum NRW im Museum Ludwig

Bischofsgartenstraße 1 | 50667 Köln

Eintritt frei