KOSTÜMWERKSTATT
Wir laden wieder zur offenen Kostümwerkstatt in die Temporary Gallery ein!
Bildmotiv aktuell noch ohne Beschreibungstext.
Vorschaubild © Bild: Julia Jesionek | Veranstaltungsbild © Bild: Julia Jesionek
KOSTÜMWERKSTATT
Wir laden wieder zur offenen Kostümwerkstatt in die Temporary Gallery ein!
240 Min | Ohne Pause
Die offene Kostümwerkstatt findet zwischen dem 16. Januar und 7. Februar jeden Freitag zwischen 15:30 - 19:30 Uhr statt. Die Werkstatt ist ein temporärerer, von lokalen Künstler*innen angeleiteter Raum, in dem Kostümierungen künstlerisch entwickelt werden können. Hier sind alle Personen zum Gestalten, Nähen, Bauen, Lernen und Austauschen willkommen. Die Kostümwerkstatt ist ein offenes Format, zu dem alle jederzeit dazustoßen können. Einige Workshops und Vorträge setzen sich mit spezifischen Themen auseinander, hier bedarf es teilweise einer Anmeldung da die Teilnehmer*innenplätze begrenzt sind. Jeden Freitag findet auch ein Angebot für Kinder statt. Weitere Infos zum Programm findet ihr weiter unten.
Die Kostümwerkstatt soll dazu anregen, die Praxis des Verkleidens und der transformativen Potenziale von Kostümierung über die Grenzen der stereotypen Karnevalskostüme hinaus zu denken. Denn diese sind heute Teil der Fast Fashion-Bewegung – die billigsten Materialien werden schlecht verarbeitet, so dass sie kaum länger als eine Saison tragbar sind. Darüber hinaus ist die Auswahl der erschwinglichen Kostüme sehr begrenzt und von einem norm-binären, teilweisen sexistischen und rassistischen Weltbild geprägt. Die Möglichkeitsräume und Vorstellungsspektren – also als wen oder was man sich gerne kostümieren möchte – scheinen oft begrenzt, durch die Einflüsse der allgegenwärtigen Konsumgesellschaft geprägt und zugleich vom sozialen Umfeld abhängig zu sein. Inhaltlich setzt sich das Format zwar mit den Praktiken des Kostümierens im Kontext von Brauchtum und Tradition auseinander, möchte sich von vielen Handhabungen aber auch loslösen und eigene Perspektiven gewinnen. Dadurch kann der Karneval neu betrachtet und künstlerisch mitgestaltet werden.
Die Kölner Kunstszene und der Kölner Karneval, als Ort politischer Debatten und Satire basierend auf dem demokratischen Recht der Ausdrucksfreiheit, waren in der Vergangenheit immer wieder eng miteinander verwoben – Künstler*innen gestalteten Karnevalswagen, Kulissen für Stunksitzungen und richteten Kostümfeste aus. Mit dem Künstler*innenfest Laange Ent (1920er Jahre), den Aktivitäten der Ahl Säu (gegr. 1946), dem Lumpenball im Kölnischen Kunstverein und der Karnevalsparty DA BA DEE? in der Temporary Gallery (2020) ist nur ein Bruchteil jener avantgardistischen Impulse zu nennen, im Zuge derer künstlerische Mittel und Strategien genutzt wurden, um das Kölsche Volksfest mitzuformen, und nicht selten und gleichsam nicht oft genug militaristische, patriarchale Strukturen zu hinterfragen und zu durchkreuzen.
Hier findet ihr das Programm und alle Workshoptermine:
https://www.temporarygallery.org/kostuemwerkstatt-2/
Mauritiuswall 55 | 50676 Köln
Temporary Gallery. Zentrum für zeitgenössische Kunst
Mauritiuswall 55 | 50676 Köln
Temporary Gallery. Zentrum für zeitgenössische Kunst
Mauritiuswall 55 | 50676 Köln
Temporary Gallery. Zentrum für zeitgenössische Kunst
Mauritiuswall 55 | 50676 Köln
Temporary Gallery. Zentrum für zeitgenössische Kunst
Mauritiuswall 55 | 50676 Köln
Temporary Gallery. Zentrum für zeitgenössische Kunst
Mauritiuswall 55 | 50676 Köln
Temporary Gallery. Zentrum für zeitgenössische Kunst
Mauritiuswall 55 | 50676 Köln
Temporary Gallery. Zentrum für zeitgenössische Kunst
Mauritiuswall 55 | 50676 Köln
Temporary Gallery. Zentrum für zeitgenössische Kunst
Mauritiuswall 55 | 50676 Köln