GASTSPIEL
IPHIGENIES RACHE
Eine feministische Neubearbeitung des antiken Mythos
Bildmotiv aktuell noch ohne Beschreibungstext.
Vorschaubild © Tom Leather Neumeier | Veranstaltungsbild © Tom Leather Neumeier
GASTSPIEL
IPHIGENIES RACHE
Eine feministische Neubearbeitung des antiken Mythos
95 Min | Ohne Pause
IPHIGENIES RACHE
Eine feministische Neubearbeitung des antiken Mythos
Autorin Lilly-Marie Vogler | Tourpartnerin,Regieassistenz, Abendspielleitung & Inspizienz Mira Knaupe | Inszenierung & Musik Nils Strunk | Dramaturgie Maxi Ratzkowski | Ausstattung & Video Christiane Hilmer | Licht Martin Stevens, Wanja Ostrower | Mit Lilly-Marie Vogler
Dauer 95 Minuten | Sprachen Deutsch, bisschen Englisch
Internationale Einladung als einzige europäische Produktion zum FIT RIO PRETO Festival in São José do Rio Preto (Brasilien) sowie mehrfach preisgekrönt, u. a. bei der 30. Woche junger Schauspieler*innen, den Heidelberger Theatertagen und dem Monospektakel Festival
Eingesperrt in ihrem Kinderzimmer wartet Iphigenie auf ihre Hinrichtung. In mehreren Anläufen versucht sie, uns ihre Geschichte zu erzählen und wie es dazu kommen konnte: Angefangen hat alles mit ihrem Ururgroßvater Tantalos und einem Familienfluch. Zwei Generationen später zettelt durch den vermeintlichen Raub der Helena ihr Vater Agamemnon den Trojanischen Krieg an und erzürnt durch das Töten einer heiligen Hirschkuh Göttin Artemis. Diese schickt ihm als Strafe eine Windstille, damit seine Schiffe nicht weiter in Richtung Troja segeln können. Laut Seher Kalchas kann der Zorn der Artemis nur besänftigt werden, indem Agamemnon seine Tochter Iphigenie opfert. Und genau das soll jetzt passieren.
In ihrer Gefangenschaft sucht Iphigenie nach Möglichkeiten, ihr Schicksal abzuwenden. Kann man das Herz des Vaters erweichen? Lässt sich die Masse außerhalb des Kerkers zu einer Revolution mobilisieren? Gibt es einen Ausweg aus dem Narrativ, das Frauen nur als Opfer, Heilige oder Hexen kennt? Wer ist Iphigenie jenseits patriarchaler Mythen und auferlegten Identitäten?
Schauspielerin und Autorin Lilly-Marie Vogler reißt den Vorhang des antiken Mythos herunter und eröffnet ein neues, feministisches Kapitel der 2.400-jährigen Rezeptionsgeschichte. Dabei reflektiert sie Frauenbilder, kommentiert Erwartungshaltungen und Zuschreibungen des Patriarchats und rechnet gnadenlos mit einer von Männern dominierten Welt ab.
"Mit minutenlangen Standing Ovations bedankte sich das Publikum im sehr gut besuchten Parktheater für eine schauspielerische Hochleistung ebenso wie für ein Stück, in dem grundlegende Fragen der Gesellschaft verhandelt wurden." (07.03.2025, Bensheim)
"Der heftige Applaus am Schluss, die lauten Pfiffe, Bravorufe und gellenden Schreie, die versunkene Erinnerungen an die Beatlemania hochspülten, das alles zusammen klang, als habe Lilly-Marie Vogler das Patriarchat endgültig abgschafft." (06.10.2024, Mittelbayrische Zeitung)
„Iphigenies Rache“, (…)ist dabei sehr witzig und schöpferisch, Vogler jongliert mit verschiedenen Theatermitteln und weiß auch, mit dem Publikum anzubandeln. Sie zeigt Iphigenie (…) als die Verliebte, das Kind, die Träumende, die Enttäuschte, die Kämpfende. Die vielen Elemente sind schön ineinander verzahnt, getragen von einer wandlungsfähigen Schauspielerin, die der Ironie und der Komik zugeneigt ist. „Iphigenies Rache“ ist ein bemerkenswertes, launiges, gesellschaftspolitisches Solo-Debüt. Gerne mehr davon.“ (SZ / 16.10.2025)
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