GASTSPIEL
Das Leben des Diogenes. Alles für die Tonne
Monolog von und mit Peter Trabner
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Vorschaubild © Jaqueline Friedrich | Veranstaltungsbild © Jaqueline Friedrich
GASTSPIEL
Das Leben des Diogenes. Alles für die Tonne
Monolog von und mit Peter Trabner
90 Min | Keine Angabe
Das Leben des Diogenes. Alles für die Tonne
Monolog von und mit Peter Trabner
Dauer ca. 90 Minuten
Endlich: Peter Trabner kommt mit seinem Konzept des Pop-Up-Theaters nach Köln! Nachdem er seine wilden Monologe bereits auf Festivals, in Galerien, in privaten und öffentlichen Gärten und im Wald gezeigt hat, schlägt er nun erstmalig bei uns am Bauturm sein Quartier auf - und wird mit seinem Konzept eineshalbimprovisierten Dialogtheaters, bei dem Gespräche mit dem Publikum fest zum Teil der Aufführung gehören, vermutlich auch noch die letzten fest gepflanzten Fundamente unseres Theaters ins Wanken bringen.
Peter Trabner ist als Schauspieler in Theater, Film und Fernsehen aktiv, aber seine tatsächliche Berufung besteht wohl darin, als Urgewalt tätig zu werden - so wird er zumindest auf der Website des Düsseldorfer Asphalt-Festivals angekündigt, wo seine fulminanten One-Man-Shows bereits eine lange Tradition haben.Trabners Monologe finden irgendwo in der Zone zwischen Drama, Improvisation und Aktivismus statt und sind doch klassische Theaterspektakel: Aus dem Nichts schafft Trabner eine Welt - und wirft auf diese Weise mit Wucht Fragen zu Nachhaltigkeit, Ressourcenknappheit und Konsumverhalten auf.
Im Zentrum von Das Leben des Diogenes. Alles für die Tonne steht der ikonisch gewordene Philosoph Diogenes von Sinope, der vor über 2400 Jahren als Straßenphilosoph mitten in der Stadt Athen lebte - zwischen Marktplatz und Rathaus, in einer Tonne. Von dort aus predigte er die Bedürfnislosigkeit, entlarvte Besitz und Status als Scheinwelten und suchte mit äußerster Konsequenz nach der "wahren Natur" jenseits der Waren. Mit seiner Schützenhilfe stellt die Inszenierung höchst aktuelle Fragen: Was brauchen wirwirklich? Warum haben wir so viel? Und was macht dieser Überfluss mit uns, gesellschaftlich wie individuell? Denn je mehr wir besitzen, desto größer wird auch die Angst, etwas zu verlieren...
Schmerzfrei und ohne Rücksicht auf Verluste steigt Peter Trabner zu Diogenes in die Tonne, um von dort aus dem kaum mehr aufhaltbar erscheinenden Turbokapitalismus die Stirn zu bieten. Beim Versuch, die radikale Einfachheit des Diogenes wirklich zu leben, scheitert er krachend als moderner Wohlstandsbürger mit Tausenden von Dingen, Statussymbolen und Besitz - und muss sich zwischen Pool, Laubbläser, Ikea-Vorteilskarte und Marie Kondo-Buch womöglich einer ganz anderen Angst stellen...
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