Come il vento. Fotoausstellung kuratiert von Ralph Goertz
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Vorschaubild © Alessandra Dragoni | Veranstaltungsbild © Luca Nostri
Come il vento. Fotoausstellung kuratiert von Ralph Goertz
Mit Pause
Die Ausstellung “Come il vento“ ist eine Ausgliederung aus „No Place like Home“, der größten Überblicksausstellung zur italienische Fotografie seit „Viaggio in Italia“ aus dem Jahre 1984 und präsentiert rund 60 Werke von 10 Fotografinnen und Fotografen aus Italien, die sich auf individuelle Weise mit dem Medium der Fotografie auseinandergesetzt haben und in einer besonderen Beziehung zu Guido Guidi, einem der wichtigsten Vertreter der neuen italienischen Fotografie, stehen.
„Come il vento“ untersucht die sogenannte „Fotografie der Orte“, die Guido Guidi zusammen mit Luigi Ghirri, Gabriele Basilico und Olivo Barbieri als neue künstlerische Entwicklung in der Italienischen Fotografie seit den späten 1970er Jahren etablierte und von den nachfolgenden Generationen neu interpretiert wurde. In dieser „Fotografie der Orte“ versuchte eine neue Gruppe von Fotograf*innen ein Gefühl der Zugehörigkeit zum eigenen Land und insbesondere zur ländlichen Vorstadt wiederherzustellen und zu fördern. Dabei konzentrierten sie sich in ihrer Arbeitsweise auf die Betrachtung von Fotografie nicht nur als Mittel der Darstellung, sondern als materielle Objekte, welche die von uns bewohnten Räume besetzen.
Die hier gezeigten Fotograf*innen eint die geistige und sinnliche Auseinandersetzung mit dem Ort als kollektives Gedächtnis. Obwohl es in Italien keine einheitliche Schule der Fotografie an einer Kunstakademie gab, haben die meisten der hier gezeigten Autor*innen bei Guido Guidi an der Accademia di Bette Arti in Ravenna oder der Universität von Venedig studiert. In ihrer klaren Bildsprache erschaffen sie beeindruckende Werke voller Poesie und Reflexion, abseits aller Klischees von „Dolce Vita“ und „Bella Italia“.
Beteiligte Fotograf*innen: Carmen Colombo, Matteo Di Giovanni, Alessandra Dragoni, Cesare Fabbri, Marcello Galvani, Guido Guidi, Francesca Iovene, Allegra Martin, Francesco Neri und Luca Nostri.
Ralph Goertz (*1970 in Krefeld) studierte Theater- und Filmwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum und Kulturmanagement an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Luzern und Zürich. 2009 gründete er das IKS – Institut für Kunstdokumentation in Düsseldorf und erweiterte es 2022 um eine eigene Fotoabteilung (IKS Photo). Seine Ausstellungen und Filme gewannen zahlreiche Auszeichnungen wie „Die neun besten Ausstellungen des Sommers 2019 in Europa“, „Beste Ausstellung 2020“, „Delphic Art Movie Award Berlin“ und den „On Art Film Award“ in Warschau. Heute arbeitet Goertz als Filmemacher und Kurator für Fotografie u.a. mit der Kunsthalle Darmstadt, Kunsthalle Düsseldorf, Kunstpalast, Ludwiggalerie Oberhausen, Clems-Sels Museum Neuss, NRW-Forum Düsseldorf, Haus am Kleistpark, Museum für Fotografie Berlin, Photo Museum Ireland und dem Museum for Photography Krakow zusammen. Seine Filme sind in den Sammlungen internationaler Museen wie Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Museum of Modern Art New York und Ghetty Museum Los Angeles vertreten.
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