Qultor

Beschreibung

Merchaw Michja (Lebensraum)

ca. 45 Minuten
Ohne Pause

Zeitgenössische Tanz trifft Klezmer Musik, Poesie und Fotografie. 

Merchaw Michja ist eine Hommage an den Weg, den jüdische Künstler in Deutschland in den letzten 80 Jahren beschritten haben. Am Startpunkt- die Entmenschlichung des jüdischen Körpers, die Degenerierung der jüdischer Künstler und die gnadenlose Ausbeutung seiner künstlerischen Fähigkeiten für den Betrieb der Mordmaschinerie. Am Endpunkt - die heutige großzügige deutsche Philantropie, die jüdische Künstler und Künstlerinnen in dieses Land zieht und es ihnen ermöglicht, zu florieren. Anhand von Referenzen aus dem jüdischen Kunstschaffen aus der Zeit des Holocausts und unserer Gegenwart wirft die Aufführung die Frage nach der Zukunft der deutsch-jüdischen Beziehungen auf und ermutigt zur Hoffnung auf eine harmonische Koexistenz.

Die Aufführung möchte die Entwicklungslinien vom damaligen Kunstverständnis zum heutigen Multikulturalismus und Kunstkonsum der Bundesrepublik aus jüdischer Perspektive nachzeichnen und dabei sowohl Kontinuität als auch Brüche herausarbeiten. Die inhärente Dualität dieser Progression soll diskutiert werden: Wie wurde Deutschland so schnell nach dem Zweiten Weltkrieg zum begeisterten Förderer internationaler Künste? Was bedeutet das für uns als Gesellschaft und für das deutsch-jüdische Narrativ? 

Konzept und Leitung: Shai Ottolenghi
Choreografie und Tanz: Shai Ottolenghi und Sara Escribano
Live gespielte Musik: Klezmer Ensemble Noisten (Reinald Noisten, Claus Schmidt, Andreas Kneip und Shan Devakuruparan)
Aufgezeichneter Ton: Omri Abram, Netanel Olhoeft 
Fotografie und Videografie: Benyamin Reich
Regie: Melina Hylla

  • Personal vor Ort für Menschen mit Unterstützungsbedarf.
  • Keine Anmeldung für Hilfe/Assistenz notwendig.
  • Hilfe durch: Orientierung im Raum (z.B. Begleitung zum/vom Platz).
  • Hilfe durch: Platzreservierungen bei vorheriger Anmeldung, Induktionsschleife im Saal
  • Es ist ein Taktiles Leitsystem vorhanden.
  • Es sind keine Beschilderungen in Großschrift vorhanden.
  • Potenzielle Gefahrenquellen sind markiert.
  • Zugänglich für Rollstuhlnutzende.
  • Barrierefreie Toilette vorhanden.
  • Keine Parkmöglichkeiten direkt am Veranstaltungsort.
  • Nächste barrierefreie Haltestelle: KVB-Haltestelle "Chlodwigplatz", 300 Meter entfernt, Linien 15/ 17/ 106/ 132/ 133/ 142
  • Mögliche Barrieren vor Ort: KVB-Linie 16 ist nicht stufenfrei, limitierte Parkplätze
  • Zu diesem Punkt liegen keine Angaben vor. Das Haus hat dazu nichts eingetragen — fragen Sie bei Bedarf bitte direkt nach.
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