Qultor
Festivals für alle
©

Vorschaubild © Käthe deKoe| Veranstaltungsbild © Käthe deKoe

Beschreibung

Online-Workshop

Festivals für alle

Barrierefreiheit vor, auf und hinter der Bühne – aber wie?

ca. 150 Minuten
Mit Pause

Viele Menschen verbringen ihre Freizeit gern auf Musik- und Kulturfestivals. Doch Menschen mit Behinderung wird häufig durch unterschiedlichste Barrieren der Zugang verwehrt. Maßnahmen zur Barrierefreiheit sind dabei so vielfältig, wie es die Menschen sind. Die Umsetzung dieser Maßnahmen ist allerdings noch keine Selbstverständlichkeit. Denn trotz der sei 2009 gültigen UN-Behindertenrechtskonvention besteht für den privatwirtschaftlichen Veranstaltungssektor in Deutschland größtenteils keine rechtliche Verpflichtung zur Umsetzung von Barrierefreiheit.

Dennoch rückt das Thema im Veranstaltungssektor weiter in den Fokus und immer mehr Veranstaltende setzen Maßnahmen zur Barrierefreiheit um. Doch was bedeutet Barrierefreiheit im Kontext von Festivals und Open-Air-Veranstaltungen eigentlich? Welche Maßnahmen haben sich bewährt? Womit sollte begonnen werden?

Spezialisierte Beratungs- und Veranstaltungsagenturen unterstützen Veranstaltende dabei, ein auf die eigene Veranstaltung und Zielgruppe zugeschnittenes Inklusionskonzept zu erarbeiten und umzusetzen. So zum Beispiel auch die ↗„Initiative Barrierefrei Feiern“: Sie setzt sich seit fünf Jahren für die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung ein. Mit ihrem bundesweiten Kollektiv aus Menschen mit Behinderung und ihren Verbündeten ohne Behinderung möchten sie Zugänge für alle schaffen. Dafür haben sie die Beratungsagentur „Wir Kümmern Uns“ gegründet, die Veranstaltende in Bezug auf Barrierefreiheit berät und begleitet. Statt Checklisten für Barrierefreiheit auszuteilen, setzen sie auf den Einsatz von Expert*innen in eigener Sache und stellen so sicher, dass Barrierefreiheit vor, auf und hinter der Bühne ganzheitlich gedacht und umgesetzt wird.

Franziska Lammers und Marie Lampe stellen die Arbeit der „Initiative Barrierefrei Feiern“ vor und zeigen Beispiele aus der Praxis u. a. von ihren Einsätzen auf dem PULS Open Air und dem Lollapalooza.

  • Kein Personal vor Ort für Menschen mit Unterstützungsbedarf.
  • Es ist kein Taktiles Leitsystem vorhanden.
  • Es sind keine Beschilderungen in Großschrift vorhanden.
  • Potenzielle Gefahrenquellen sind nicht markiert.
  • Für Rollstuhlnutzende nicht zugänglich.
  • Keine barrierefreien Toiletten vorhanden.
  • Keine Parkmöglichkeiten direkt am Veranstaltungsort.
  • Veranstaltung wird in DGS übersetzt oder DGS ist Bühnensprache. Bei Ausstellungen gibt es einen Ausstellungs-Guide mit DGS-Videos.
  • An folgenden Tagen sind Dolmetscher*innen da: 25.02.2025
  • Position der Dolmetscher*innen: Einblendung in Videokonferenz
  • Personal mit DGS-Kompetenz vor Ort.
  • Keine LBG Übersetzung der Veranstaltung.
  • Kein Personal mit LBG-Kompetenz vor Ort.
  • Es wird keine Induktionstechnik angeboten.
  • Es gibt eine schriftliche Darstellung.
  • Position: Automatische Untertitel
  • Es gibt keine Audiodeskription.
  • Keine Assistenzhunde zugelassen.
  • Veranstaltung ohne hohen visuellen Anteil.
  • Veranstaltung mit hohem auditiven Anteil.
  • Es gibt keine Audio-Einführung zu Setting/Bühnenbild/Kostüm o.ä.